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10.07.2024 | Aktuelle Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest

 

Nach dem die ASP am 15.06.2024 erstmals im Landkreis Groß-Gerau in Hessen nachgewiesen wurde, ist die Anzahl bestätigter ASP-Fälle inzwischen auf 15 gestiegen. (Stand 10.07.2024) Inzwischen hat die ASP nun auch Rheinland-Pfalz erreicht. Bei einem der Wildschweine das am 6. Juli in Gimbsheim im Landkreis Alzey-Worms aufgefunden wurde, wurde das ASP-Virus bestätigt. Die Anzahl bestätigter Fälle liegt in Rheinland-Pfalz bei 2.

 

Es gibt einen weiteren ASP-Verdachtsfall nach Erstuntersuchung durch das Landesuntersuchungsamt bei einem toten Wildschwein in Oppenheim im rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen. Damit wäre der zweite Landkreis in Rheinland-Pfalz betroffen. Der Landkreis lag bereits innerhalb der Restriktionszone nach den ersten ASP-Funden in Hessen. Außerdem ist das ASP-Virus in Hessen erstmals auch in einem Hausschweinbestand nachgewiesen worden. Wie das Landwirtschaftsministerium am 08.07.2024 in Wiesbaden mitteilte, ist ein Betrieb mit neun Schweinen bei Biebesheim am Rhein (Kreis Groß-Gerau) betroffen.

 

Bei einer Kontrolle war dort bei einem Tier, das Krankheitssymptome aufwies, eine Blutprobe genommen worden. Der Verdacht auf Afrikanische Schweinepest bestätigte sich. Daraufhin wurden die Tiere nach Ministeriumsangaben unter tierärztlicher Aufsicht getötet. Rund um den Betrieb wird nun eine Schutzzone in einem Radius von drei Kilometern sowie eine Überwachungszone (zehn Kilometer) eingerichtet, in der starke Einschränkungen für den Handel mit Schweinen und Produkten aus Schweinefleisch sowie die Schlachtung gelten. Der Handel mit lebenden Tieren wird grundsätzlich verboten. Auch Gülle, Mist und benutzte Einstreu dürfen nicht aus der Zone verbracht werden.

 

Allein auf hessischer Seite befinden sich in der Zone rund 3.500 Hausschweine. Aktuell werden um das Kerngebiet Elektrozäune aufgestellt und er erfolgt eine intensive Kadaversuche mit Hunden und Drohnen auf ca. 7.500 ha. Diese Kurzinfo zur Verdeutlichung sowohl der aktuell anstehenden Aufgaben im Restriktionsgebiet als auch der ökonomischen Auswirkungen eines ASP-Ausbruchs.

 

Mit Hinblick auf die aktuellen Seuchenausbrüche ist auch in Thüringen die Gefahr eines Viruseintrages weiterhin hoch. Um im Ausbruchsfall schnell handeln und entsprechende Maßnahmen einleiten zu können, ist es von enormer Bedeutung, verendet aufgefundenes Schwarzwild zu melden um diese auf das Virus untersuchen zu können. Außerdem ist die Aufrechterhaltung des Jagddrucks auf das Schwarzwild durch die Jägerinnen und Jäger weiterhin sehr wichtig. Nach dem milden Winter sind in Thüringen in diesem Jahr viele Frischlinge unterwegs, die schon bald selbst am Reproduktionsgeschehen teilnehmen werden. Da die hohen Schwarzwildbestände den Kampf gegen die ASP deutlich erschweren würden, ist eine konsequente Schwarzwildbejagung zwingend nötig.

 

Die Afrikanische Schweinepest – kurz ASP ist eine für Wild- und Hausschweine tödliche Viruserkrankung. Ein Ausbruch der ASP hat unabsehbare Folgen für die Landwirtschaft und die Jagdausübung. Der Erreger kann durch den Menschen und durch Tiere weiterverbreitet werden. Aus diesem Grund, ist die Beachtung von notwendigen Biosicherheitsmaßnahmen insbesondere bei der Jagd entscheidend, um die heimischen Wild- und Nutztierbestände zu schützen und eine Verschleppung des Virus zu vermeiden.

 

Biosicherheit bei der Jagd

 

https://www.youtube.com/watch?v=q0oYdkK8kZ4

 

Christoph Gehrhardt l Projektleiter Schwarzwild-Kompetenzzentrum Thüringen

 

 

 

 

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